• Linda Reinholz

Ernährungsgurus aufgepasst!


In meinem letzten Blogbeitrag ging es um Blockaden der Heilung. Darin habe ich über "heilkräftige Nahrung" geschrieben, die zur völligen Gesundheit führen kann. Für Sie als Leser könnte vielleicht der Eindruck entstanden sein, dass die Ursache von Krankheiten nur in der Ernährungsweise zu suchen ist. Dies ist eine Möglichkeit, jedoch würde der Mensch so aber weiter nichts als auf seinen Körper reduziert. Dies käme einem eindimensionalen Denken gleich, so wie wir dies in der modernen Medizin wiederfinden, die sich nur noch auf die Existenz der Zelle beschränkt und Geist und Seele kaum bis gar nicht mit in ihre Behandlung einbezieht.


Doch wie kam es überhaupt dazu? Bis zum Jahr 869 n. Chr. war es ja noch gültige Vorstellung, dass der Mensch aus Leib, Seele und Geist bestünde. In diesem vorgenannten Jahr fand in Konstantinopel ein, für die moderne Bewusstseinsentwicklung, bedeutendes Konzil der Kirchenväter statt, in deren Ergebnis dem Menschen die Existenz eines selbständigen Geistes abgesprochen wurde. Dogmatisch wurde festgelegt, dass der Mensch nur ein zweigliedriges Wesen sei, dass aus Leib und Seele bestünde. Allenfalls wurden der Seele nur noch einige geistige Eigenschaften zugesprochen.

Das Wirken des Geistes im Menschen, aber auch im Kosmos, dass die Menschheit bis dahin unmittelbar wesenhaft erlebt hatte, wurde abgespalten und führte letztendlich zum völligen Verlust jeglichen Wissens geistiger Zusammenhänge von Mensch und Natur, sodass diese immer mehr voneinander getrennt erlebt und wissenschaftlich untersucht wurden.

Die Erkenntnisse solcher Zusammenhänge treten nur noch ganz selten in einzelnen Persönlichkeiten auf, wobei für die Medizin als leuchtendes Beispiel Paracelsus genannt werden kann. Doch wurde dieser längst schon von seiner Zeit nicht mehr verstanden und in seinen wesentlichen Aussagen eher verfolgt als anerkannt. Das Zeitalter der Naturwissenschaft wurde eingeleitet und in der Medizin fanden sich nun als erste Auswirkungen die Beschäftigungen mit dem menschlichen Leichnam als Anatomie und anatomische Pathologie.

Die fortan zweidimensionale Betrachtung des Menschen wird dann rund 1000 Jahre später, ab dem Jahr 1858, dem eigentlichen Geburtsjahr der modernen Medizin, durch Rudolf Virchows Ausführungen über die Zellularpathologie, von der eindimensionalen Betrachtungsweise des Menschen abgelöst. Seine Anschauung reduziert die Wirklichkeit des Menschen auf den Leib, in dem nun keine selbständige Seele mehr wirksam gedacht wird, sondern lediglich seelische Eigenschaften als Ausdruck der leiblichen Wirklichkeit. Mit diesem Schritt verliert der Mensch dann auch noch die Wirklichkeit einer selbständigen Seele.

Die elementare Wirklichkeit des Menschen ist nach Virchow die Zelle. Die mechanisch-materialistische Medizin war geboren, indem die Wirklichkeit Mensch radikal auf einen komplizierten Leib mit physikalischen und chemischen Reaktionen, alles beruhend auf der Grundeinheit Zelle, herab gesetzt wurde. Nach wie vor wird das medizinische Denken und Handeln in der Praxis von dieser Sichtweise bestimmt.

Zurück zu den wirklichen Wurzeln..

Eine anthroposophische (geisteswissenschaftliche) Betrachtung:

Die uralte Weisheit und "Wirklichkeit des Menschen präsentiert sich uns in der Polarität zwischen einem individuellen Geist und einem aus dem Erbstrom gebildeten Leib sowie einer Seele, die in dieser Polarität ständig Mittlerin ist. "¹

Der Forschung Rudolf Steiners, dem Begründer der Anthroposophie, verdanken wir drei Erkenntnisschritte, die geradezu als Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Organismus bezeichnet werden können:

1. Die Ursache des größten Teils aller Krankheiten liegt im Menschen selber. Äußere Einflüsse können hinzu kommen, sind dann aber sekundärer Natur.

2. Krankheiten sind normale (physiologische) Abläufe, die am falschen Ort, zur falschen Zeit und/oder in falscher Intensität stattfinden.

3. Krankheit hat immer auch einen persönlichen biographischen Bezug.

Die Ursachen einer Erkrankung liegen also nicht zwingend in einer Fehlernährung begründet, auch wenn das einige "Ernährungsgurus" gerne glauben möchten. Gesunde Nahrung kann dabei helfen, den Körper in seinen natürlichen Auf- und Abbauprozessen zu unterstützen.

An dieser Stelle sollen aber auch noch die alten Medizinsysteme Erwähnung finden, welche bereits um die Funktion der leiblichen und seelischen Reinheit als Voraussetzung wirklicher Gesundheit wussten. So musste in der griechischen Tempelmedizin jeder Kranke eine Reinigung (Katharsis) durchführen, bevor er in die eigentliche Behandlung aufgenommen wurde.

Das Umweltfaktoren eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von z.B. Krebs spielen, ist leider nicht mehr von der Hand zu weisen. Erkrankte vor 100 Jahren noch jeder 80. an Krebs, war es vor 50 Jahren schon jeder 50. Heute soll laut Statistiken bereits jeder dritte in der westlichen Welt von Krebs betroffen sein. ²

Die Lebensbedingungen sind also schon von einiger Relevanz für die Gesundheit oder das Krankwerden des Menschen. Auch möchte ich als Homöopathin, die mit einer Art "Informationsmedizin" arbeitet, der Nahrung die energetische Komponente auf keinen Fall absprechen, die Entscheidung aber, ob der Mensch gesund bleibt oder erkrankt, ist immer individuell und hängt von seiner Fähigkeit ab, die Harmonie immer wieder herzustellen.

Erzählungen zufolge, demonstrierte dies einmal anschaulich ein buddhistischer Mönch mit einer Nahrung, die hauptsächlich aus Gift bestand. Er erfreute sich, trotz seines verunreinigten Essens, bester Gesundheit.

weiterführende Literatur:

1 Intuitive Medizin - Anthroposophische Medizin in der Praxis, Volker Fintelmann

2 Medizinskandal Krebs, Narayana Verlag

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